火曜日, 2月 27, 2007

Wieder in Hamburg

Nun bin ich schon seit einigen Tagen wieder in Hamburg und bin noch gar nicht dazu gekommen, zu bloggen. Es ist schon so viel geschehen und eigentlich wollte ich ja auch noch von den letzten Tagen in Japan berichten. Das geht nun aber nicht mehr, da ich mich emotional nicht mehr nach Japan versetzen möchte. Nun aber zu den vergangenen Tagen:
Dienstag habe ich meinen Handyvertrag gekündigt und nun ist mein schönes Japanhandy leider zu gar nichts mehr zu gebrauchen *heul*. Es ist weder das Adressbuch aufrufbar, nohc kann ich damit Solitär spielen. Anschließend war ich an der Uni, um die restlichen Formalitäten zu klären.
Mittwoch war teils sehr stressig, teils hat sich der Tag einfach nur in die Länge gezogen. Natürlich musste ich mein Zimmer komplett räumen und bis 17 Uhr auf den Elektriker warten. Ich habe ordnungsgemäß meinen Strom bezahlt, aber, nachdem der Strommann weg war, doch noch Strom verbraucht (das gleiche gilt für Wasser) *haha*
Mercy und Ronja haben mich zum Flughafen gebracht, wo ich auch noch schnell den wunderschönen Kyoto-Mug von Starbucks gekauft habe. Die Omiyage-Läden hatten alle schon geschlossen, aber so hab ich eben Geld gespart. Übrigens hat mein Koffer anfangs 27,8 kg gewogen und die Toleranzgrenze lag an jenem Abend lediglich bei 24 kg. Als ich aber so viel herausgenommen habe, dass der Koffer nur noch 25,6 kg wog, war die Angestellte gnädig. Thanks Emirates!
Ich saß in der Mitte am Gang und hatte drei Plätze für mich, was den zwölfeinhalb Stunden langen Flug (Ronja hatte also Recht damit, dass der Rückflug wesentlich länger dauert) sehr komfortabel machte. Ich war totmüde, konnte aber nicht schlafen. Ich habe Stormbreaker gesehen, erst auf deutsch, nach drei Minuten bin ich aber zu Englisch gewechselt, da die deutsche Synchronisierung so grottig war, dass ich es nicht länger aushalten konnte. Nach dem Film und der ersten Flasche Wein war ich erst richtig müde, konnte aber immer noch nicht einschlafen. Also habe ich einen weiteren Film geschaut: The Devil wears Prada war zum Glück so unterhaltsam, dass meine Müdigkeit verflog. Leider war unter den zahlreichen zur Auswahl stehenden Filmen kein einziger mit George Clonney dabei, was für mich absolut unverständlich war. Ich habe mich dann aber an Maltes Worte von Bentos Party neulich erinnert und mich dazu durchgerungen, Ocean's Eleven im Original anzusehen. Ich will ja nicht abstreiten, dass ich bezüglich des Protagonisten und seiner Freunde gewisse Vorurteile hege, aber mal ganz objektiv gesagt: Es gibt nur einen Danny Ocean und der heißt nicht Frank Sinatra! *puh, das musste mal gesagt werden*
In Dubai angekommen, habe ich erst mal ein Klo aufgesucht und anschließend E-Mails verschickt. Dann dachte ich mir, dass es in diesem weltberühmten luxuriösen Flughafengebäude doch sicher ein Starbucks geben wird und wurde nach langer Suche auch fündig. Leider gab es keinen Dubai-Becher, lediglich riesige Tassen mit der Aufschrift "Arabia".
Es war ein ganz merwürdiges Gefühl, in den Flieger nach hamburg zu steigen. Es waren schon lauter Deutsche da und überall waren deutsche Stimmen zu hören, die nicht zu Timo, Ronja, Mercy, Robert oder Malte gehörten - sehr skurill!
Nach dem Abflug habe ich mich ganz dreist umgesetzt, da ich einen total bescheuerten Platz in der Nähe des Klos hatte und dann noch am Fenster, obwohl ich extra angegeben hatte, dass ich am Gang sitzen möchte. Nun ja, eigentlich war es nicht mal ein Fensterplatz, denn es gab da kein Fenster. Ich bin ans Ende des Flugzeugs gezogen und hatte so auch wieder drei Plätze zur freien Verfügung. Dass ich die kommenden sechseinhalb Stunden auch nicht schlafen würde, hatte ich schon innerlich beschlossen und mir fleißig Filme ausgesucht (und Wein). Es ging los mit dem Ende von Ocean's Eleven, dass ich wegen der Landung nicht mehr mitbekommen hatte. Weiter ging's mit "John Tucker must die", "Little Miss Sunshine" und zu guter letzt einem Agententhriller, dessen Titel ich vergessen habe.
In Hamburg konnte ich dann endlich Timo in die Arme schließen und den emotionalen Teil kann sich ja jeder denken. Auf der Veddel haben wir Anna aufgegabelt, die netterweise für uns einkaufen war. Sie hatte einen großen Berg Lebensmittel dabei, damit wir am ersten Tag nicht mehr einkaufen mussten. Danke nochmal dafür, Anna!
Ich habe ausgepackt, telefoniert, geduscht und mich verwöhnen lassen...
Freitag früh ging's nach Neuwiedenthal zur GWG, um den neuen Mietvertrag zu unterschreiben. Timo ist ab 1.3. also offiziell Veddelaner oder Veddeler oder Inselmännchen oder was auch immer. Dann sind wir in die Stadt zu Starbucks gedüst und ich muss sagen, es war enttäuschend. Starbucks hier ist um einiges teurer als in Japan und vieles gibt es hier nicht (nix Java Chip zum Beispiel). Hier gibt's auch nur Hamburg-Becher, die denen in Dubai gleichen, nicht so stylische Tassen wie die Japan-Städte-Becher :-(
Um 12 Uhr hatte ich mein Vorstellungsgespräch und es ist sehr gut gelaufen. Werde diese Woche erfahren, ob die mich nehmen oder nicht. Drückt mir also die Daumen!
Dann ging's weiter in Timos Wohnung und Timos Vater hat eine erste Autoladung hinüber zu mir gefahren.
Samstag dann kam mein Vater vorbei und gemeinsam mit Timo hat er meinen Schreibtisch mit sämtlichem Zubehör in das neue Arbeitszimmer verlegt und alle Geräte neu angeschlossen. Außerdem hat er die ersten zwei Pakete mitgebracht, die ich aus Japan nach Deutschland geschickt habe, so dass ich nun in Japanzeugs ersticke.
Sonntag hat Timos Mutter ihren 60. Geburtstag gefeiert und zum Brunch eingeladen. Es war ausgesprochen lecker im Landhaus Walter und auch Kaffee und Kuchen zu Hause haben irgendwie noch in unsere Mägen gepasst. Timo ist mit seinem Vater wieder von Wohnung zu Wohnung gefahren, während ich mich mit Ulli bei Schweinske getroffen habe und wir uns gegenseitig auf den neuesten Stand gebracht haben.
Heute waren wir beim Zoll und sowohl Timo, als auch Danny, hatten schon Panik, in den Knast zu wandern. Soweit ist es aber nicht gekommen und alle sind wieder happy - ich am meisten, weil in dem Oaket von Danny sowohl mein schickes kleines schwarzes Sofa, als auch mein Yukata waren. Thanks Herr Bleck!
An die in Japan Verbliebenen: Haltet durch und lasst mal von euch hören!

火曜日, 2月 13, 2007

Crime Time!!!



Heute waren Polizisten der Sakai Higashi Polizeistation bi uns zu Gast und wollten uns erklären, wie wir uns vor Überfällen und Diebstählen schützen können. Das Ganze sollte eineinhalb Stunden dauern, war dann aber schon nach 30 Minuten zu Ende. Lag es daran, dass nur acht Leute anwesend waren, obwohl 30 Stühle bereit gestellt wurden? Keine Ahnung! Ich hatte mich irgendwie darauf gefreut, denn ich bin davon ausgegangen, dass es auch praktisch zugehen würde. Stattdessen wurde nur erzählt, aber wir haben Geschenke bekommen: einen Überzug für unseren Fahrradkorb und eine Lampe. Hier hab ich ja kein Fahrrad, aber was soll's, nehm ich den Kram eben mit nach Hause.

月曜日, 2月 12, 2007

Ein letztes Mal in Nara


Ich war heute mal wieder in Nara, irgendwie zieht mich das kleine Örtchen magisch an. In Nara war erstaunlich viel los, vielleicht aber doch nicht so erstaunlich, denn heute ist ja ein Feiertag und viele haben frei. Ich habe wieder interessante Bauten gesehen und die wunderschöne Landschaft bei prima Wetter genießen können. In der großen Shoppingmeile konnte ich heute sogar zusehen, wie Mochi gemacht werden. Davon gibt's leider keine Bilder, hab nämlich nur gefilmt. War super spannend und das "Reisschlagen" ist anscheinend verdammt harte Arbeit.
@Doro: Vielleicht sollten wir uns doch einen Online-Händler suchen, anstatt das selber zu machen :)

木曜日, 2月 08, 2007

Nationalpark 箕面

Heute bin ich zu einem Nationalpark gefahren, der sich im Norden Osakas befindet. Ich hatte etwas Bammel vor der Fahrt, weil ich zur Abwechslung mal die Hankyu-Linien benutzen musste, aber alles klappte reibungslos.
Die Hauptattraktion des Parks ist ein Wasserfall, dessen Wasser aus 30 Metern Höhe in die Tiefe stürzt. Ich persönlich fand den Wasserfall dann aber doch nicht so aufregend, wie er im Internet beschrieben wurde. Außerdem war überall die Rede davon, dass in dem Park Affen frei herumlaufen, gesehen habe ich allerdings keinen einzigen, aber das war ja auf Miyajima nicht anders. Allerdings gab es unglaublich viele Souveniers in Affenform, davon habe ich aber die Finger gelassen, schließlich kann man sein Geld für Sinnvolleres ausgeben z. B. für Himitsu Bako (nicht wahr, Danny?). Auf dem Weg zum Wasserfall habe ich mir noch den Ryuanji-Tempel angesehen.
Insgesamt war es ein schöner Ausflug und so viel Grün wie heute, habe ich in Japan noch nicht auf einmal gesehen.

Bye Bye Doro!!!

Montag hatte ich meine letzte Unterrichtsstunde und habe wieder mal sensationell viel gelernt, z. B. den Unterschied zwischen そう und よう. YEAH!!! Mercy, Doro, Bento, Ronja und ich sind anschließend über den Campus spaziert und haben uns mal die Clubhäuser genauer angesehen - teilweise sehen die sehr merkwürdig aus.
Am Abend waren Doro und ich dann im Kino und haben Marie Antoinette gesehen - und waren enttäuscht!!! Das Ganze soll wohl modernistisch gewesen sein, dabei hatten wir uns auf einen schönen Historienfilm gefreut. Immerhin weiß ich jetzt dank Doro, dass amerikanische Fime in Japan stets im Original laufen, es sein denn, es handelt sich um beliebte Serien wie beispielsweise Lost.
Dienstag früh ist Doro dann nach Nagoya aufgebrochen. :-( Mit wem soll ich denn nun Gespräche führen, die vor Sarkasmus zu zerplatzen drohen?

Unterwegs mit Doro

Doro hat so großen Gefallen an Osaka gefunden, dass sie sich kurzerhand entschloss, noch zwei Tage länger zu bleiben. Also musste ihr Pseudo-Cousin Malte ihr noch zwei Nächte in der Gästewohnung des Wohnheims dazubuchen, was aber kein Problem darstellte. Die vom Wohnheim denken bestimmt schon, dass Deutsche massig Verwandte haben, vor allem Cousins und Cousinen :-)
Doro hat am Sonntag Morgen netterweise in meinem Namen bei NTT angerufen und meinen Internetanschluss zum 15.02. gekündigt. Erst war mir das Außmaß dieser Handlung gar nicht recht bewusst, aber nach ein paar Stunden dämmerte mir allmählich, wie lang sechs Tage ohne Internet werden könnten, also habe ich Doro solange genervt, bis sie sich bereit erklärt hat, noch einmal bei NTT anzurufen, um das zu ändern. Vielen Dank, Miss Internet!!! Nun habe ich Internet bis zum letzten Tag.
Sonntag waren Doro und ich beim World Trade Center und anschließned beim Schloss. Wir sind von einer U-Bahn-Station zum Schloss marschiert und so habe ich mal einen ganz anderen Teil des Schlossparks gesehen. Allerdings war die Zeit knapp, so dass wir sehr gehetzt sind, also muss ich da noch einmal in Ruhe hin.
In Namba haben wir uns mit Ronja getroffen und Okonomiyaki gegessen. Die waren zwar nicht so gut wie die in Saijou, aber das Käse-Topping hat super gepasst. *yammi*

火曜日, 2月 06, 2007

神戸 - Kobe

Mann, war das ein Tag! Doro war noch nie in Kobe und hat den Plan gehabt, ganz Kobe an einem einzigen Tag zu besichtigen. Irgendwie ist ihr das auch gelungen, dafür sind wir aber von Nord nach Süd immer schön von Ost nach West gelatscht und haben unglaublich viel gesehen. Zuerst ging es zum Ikuta-Schrein und dann in den Norden Kobes, wo wir neben einer Moschee und einer Synagoge rund um die Kitano Cho Plaza einige merkwürdige Häuser entdeckt haben z.B. das Moegi House, das Weather Cock House, das Denmark House, das Wien Austria House und das Original Holland House. Bei letzterem haben wir uns länger aufgehalten, um Kostüme anzuziehen und uns vor den Kulissen zu fotografieren. Als Holländer verkleidet, konnten wir sogar die Japaner überzeugen, die wie wild Fotos von uns geschossen haben.



Zurück im Stadtzentrum sind wir Mittag essen gegangen und wie sollte es anders sein: Koberind! Dieses Fleisch ist weltweit berühmt, denn wegen der einzigartigen Haltung ist es unglaublich teuer. Die Tiere bekommen spezielles Futter und werden mit japanischem Reisschnaps eingerieben und massiert, damit das Fleisch ganz fein und gleichmäßig mit Fett durchzogen ist. Ich muss sagen: lecker!
Es ging weiter zum Moderndera Tempel und zu einem chinesischen Tempel, der so bunt war, dass ich ihn anfangs für einen modernen Kindergarten gehalten habe. Anschließend sind wir durch China Town marschiert und dann durch Kobes Shoppingmeile zur Flower Road. Dort sind wir auf zwei Freaks gestoßen, die selbst Harajuku getoppt haben.
Von da aus ging es in Richtung Hafen, vorbei an der Flower Clock, dem Thank to J-Friends Memorial Tree, der sich als mickriges Ästchen entpuppte, und zum Rathaus. Dort haben wir uns ca. 30min ausgeruht bzw. ich habe mich ausgeruht, während Doro und Sven Vokabeln gelernt haben - wohl auch eine Form des Ausruhens?! Von oben hatten wir dann einen tollen Blick auf Kobe.
Unsere letzte Station war der Hafen, also der Meriken Park, der Kobe Port Tower und das Mosaic, eine Shoppingmall, wo wir auch Puris gemacht haben, wie eigentlich jeden Tag, an dem Doro zu Besuch war. Total kaputt, mit schmerzenden Beinen und qualmenden Füßen, haben sich Doro und ich dann auf den Rückweg gemacht!
Nachtrag zu Freitag: Hab am Freitag Morgen eine Online-Bewerbung abgeschickt und abends schon Terminvorschläge für ein Vorstellungsgespräch bekommen. Drückt mir also am 23.2. die Daumen!!! Schließlich bezahlen sich die neuen Studiengebühren nicht von allein!

日曜日, 2月 04, 2007

Doro in Osaka

Die letzten Tage waren sehr ereignisreich, weshalb ich auch keine Zeit hatte zu bloggen. Das möchte ich nun aber nachholen und von der schönen Zeit mit Doro berichten.
Zunächst einmal stand Freitag früh eine Klausur auf dem Programm. Sie bestand aus zwei Aufgaben. Aufgabe 1 war eine Geschichte, die wir zu einer Pinguin-Bildserie schreiben sollten (siehe Foto). In der 2. Aufgabe sollten wir erklären, wie Deutschland und Japan sich "annähern" könnten. Als wir gefragt haben, ob wir auf Engslisch antworten können, hieß es nur "Ja, Englisch ist auch okay, aber versuchen sie es mal auf Japanisch!". Tja, mehr brauch ich dazu wohl nicht zu sagen...


Ich musste dann nach 60min auch los, um Doro vom Bahnhof abzuholen. Die hat sich nicht nur über unsere Klausur, sondern auch über den Osaka-Dialekt schlapp gelacht. Nach einem Kaffee haben wir ihre Sachen eingeschlossen und sind durch Osaka gezogen. Erst ging's zum Sky Building und dann nach Namba, Shinsaibashi und, da Doro noch zu Emirates musste, auch nach Yodoyabashi. Wir haben uns dann das Regierungsvierterl angesehen und waren sogar im Rathaus. Außerdem sind wir durch einen Rosengarten spaziert, der sich auf der Insel befindet, die der Fluss, welcher durch Osaka fließt, bildet, da er sich zweiteilt (War das verständlich?). Der Tag war durch viel Hin- und Hergelatsche ganz schön anstrengend, aber für uns beide toll: Doro war von Osaka ganz begeistert und hat wie wild Fotos von allem und jedem geschossen und ich habe wieder neue Fleckchen Osakas kennengelernt. Bilder gibt's wieder in Form eines Albums, wie ab sofort immer.