月曜日, 10月 30, 2006

Park in Sakai

Eine kurze Begebenheit von Freitag habe ich noch vergessen. Als wir morgens auf dem Weg zum Unterricht waren und gerade aus der Bahn ausgestiegen sind, haben sich Mercy und ich über das Thema Internet unterhalten. Als wir dann durch die Ticketschranken mussten, kam ich nicht durch, denn ich hatte anstelle meiner Fahrkarte meinen Bibliotheksausweis rein gesteckt. Musste dann zu einem Beamten und der hat den Schalter aufschliessen müssen und dann konnte er meinen Bibausweis herausfischen. Klasse!!!
Freitag abend hatte ich seltsamerweise zu viel Energie in mir und bin spazieren gegangen. Irgendwie bin ich zu einem Park gelangt. Das war alles irgendwie total unwirklich. Ich dachte, ich wäre in Hamburg, aber das stellte sich leider als Wunschtraum heraus. Da es jedoch stockfinster war, bin ich zurück ins Wohnheim marschiert und habe Ronja und Bento von meinem Spaziergang berichtet und das Frühstück auf 8 Uhr festgelegt.
Samstag nach dem Frühstück sind wir dann auch gleich in und durch den Park. Es ist eine Grünanlage direkt vor dem Nintoku-Kaisergrab, in der außer dem Japanischen und Botanischen Garten das Museum der Stadt Sakai steht, das ihre Geschichte von der Frühgeschichte bis zur Neuzeit vorstellt. Sieht aus wie Planten un Blomen, nur viel größer.Zum Grab möchte ich dann nächstes Wochenende, wenn Danny da ist. Juchu!!! Danny kommt! Freu mich schon so!
Hab am Samstag auch zum ersten Mal gesaugt und anschließend alles geputzt. Wurde auch höchste Zeit!!!
Der Samstag bestand ansonsten im Großen und Ganzen aus schlafen, essen, Tischtennis spielen und lernen. Mein einzig deutsches Buch hab ich auch durchgelesen und muss nun bis Weihnachten ohne spannende Geschichten auskommen. *heul*
Sonntag Abend waren Ronja, Bento, Caro und ich noch bowlen. Ich habe gewonnen, was aber nicht daran lag, dass ich besonders gut gespielt habe, sondern vielmehr daran, dass die anderen nur noch schlechter waren. Aber was erwartet man auch von total schiefen, holprigen Bahnen...
Sonntag Abend haben wir Bratkartoffeln gemacht, naja, eher ein Bauernfrühstück. In unserem Supermarkt gibt es sogar deutsche Gewürzgurken. Wir wollen nun mit den Bangladeschis und dem einen Koreaner aus dem 5. Stock jedes Wochenende kochen, immer etwas anderes aus unseren Ländern. Zum Nachtisch gab es Milchreis aus Bangladesch. Schmeckt ganz anders als bei uns, aber super gut.
Gestern hatten wir wieder unseren tollen Sprachunterricht. Wir haben den Unterschied zwischen と思います und と思っています gelernt. Unsere Lehrerin ist nun aber dahinter gestiegen, dass wir das alles schon hatten und hat uns vorgeschlagen, doch auch den anderen, den schwereren Kurs, zu besuchen. Es war so eine Art "japanischer Vorschlag", den man nicht abschlagen kann, wenn ihr versteht, was ich meine. Aber eigentlich freuen wir uns darauf, denn die Sprachkurse sind der einzige Unterricht, der wirklich Sinn macht. Allerdings werden wir den Kurs bestimmt ein bisschen verlangsamen und Ronja wird noch genervter sein...

金曜日, 10月 27, 2006

Treffen mit dem Präsidenten!

Nein, Japan hat keinen Präsidenten und ich meine auch nicht George Bush oder sonst ein Landesoberhaupt. Die Rede ist lediglich vom Präsidenten der Osaka City University. Den haben wir nämlich gerade eben getroffen. Das war wieder mal so ein total steifes Treffen, das mit einem Fotoshooting endete. Wir haben sogar ein Geschenkt bekommen, eine original japanische Lackarbeit, genauergesagt ein Bilderrahmen.
Gestern war unser 休みの日, unser freier Tag. Mercy und ich sind schon früh zur Uni gefahren, weil wir ins Internet wollten, aber die Bib hatte geschlossen. Der Grund dafür war selbstverstaendlich angegeben, leider haben wir es aber nicht herausfinden können. Also sind wir nach 界(Sakai) zum Shoppen gefahren. Gefunden haben wir nicht viel, vor allem keine Schuhe! Dafür haben wir uns ein Buch uber Origami gekauft und auch noch Papier und uns später im Wohnheim erneut an den Kranich gewagt. Es ist schliesslich noch kein Meister vom Himmel gefallen...
Abends haben wir zusammen gegessen und uns danach noch mit einem Koreaner aus unserem Wohnheim unterhalten. Er ist auf der Suche nach einer japanischen Freundin, die auch noch Englisch sprechen sollte, und wir haben ihm etliche Tipps gegeben. Irgendwann wurden wir vom Wachmann dann aus der Küche vertrieben und mussten auf unsere Zimmer. Irgendwie frustrierend, wenn man in Deutschland schon eine eigene Wohnung hat.
Etwas, was mir mal aufgefallen ist: Ich war ein Deutschland nie ein großer Fan von Kuscheltieren. Hab nie welche auf meinem Sofa sitzen gehabt, geschweige denn, mit ins Bett genommen oder dergleichen. Aber ich glaube, wenn ich hier nicht mein Kamel aus Dubai hätte, das wie Timo guckt, wäre ich abends vor dem Einschlafen wirklich einsam. Da sind zwar die Geräusche von der Bahn und vor allem vom Bahnübergang, ein ewiges Gebimmel, aber daran gewöhnt man sich und nimmt es auch fast gar nicht mehr wahr. Also drück ich abends mein Kamel an mich und fühl mich beruhigt. Haltet mich nicht für bescheuert, aber das ist schon so eine Art Ritual geworden...

水曜日, 10月 25, 2006

Ärger im Wohnheim, aber nicht für mich!!!

Das Leben im Wohnheim beschert uns immer wieder etwas Ablenkung vom Unialltag. Gestern Abend haben sich Malte und Mercy dazu entschlossen, DVDs zu gucken, in Mercys Zimmer. Das war ein Fehler! Die beiden haben so laut gelacht (Austin Powers 1 und 2), dass sich Mercys Nachbarin beim Pförtner beschwert hat. Alleridngs hat die Gute gar nicht darauf geachtet, wer da so laut ist, sondern hat dem Pförtner erzaehlt, dass der Krach aus Ronjas Zimmer käme (auch eine Männerstimme). Die Frau wohnt zwischen Mercy und Ronja. Der Pförtner hat Ronja heute morgen darauf angesprochen, aber sie hat erklärt, dass sie geschlafen habe, denn sie sei ja krank. Mal abwarten, was da noch kommt.
Ansonsten ist nicht viel passiert, hatte gestern nur wieder meine tolle Vorlesung in Anthropologie, in der fast alle schlafen. Hätte ich auch gerne getan, aber als einzige Nichtasiatin in dem Kurs fällt das bestimmt auf...

火曜日, 10月 24, 2006

Endlich mehr Klamotten!

Wie im letzten Post schon kurz erwähnt, ist gestern ein Paket aus Deutschland gekommen mit all meinen Klamotten. An meinem Abflugstag war mein Koffer ja so schwer, dass ich mich schweren Herzens von vielen Sachen erst einmal verabschieden musste und so hatte ich hier keine einzige Jeans für vier lange Wochen!!! Aber das hat nun ein Ende. Zum Glück konnte ich sogar den Karton noch in meinem Schrank unterbringen, denn darin kann ich nächstes Jahr den ganzen Kram wieder zurückschicken. Mit dem Auspacken und Einsortieren war ich gestern Abend auch gut beschäftigt. Hab mir dann noch eine warme Decke für den Winter gekauft, weil die momentan sehr günstig sind, von kalt kann hier allerdings nicht die Rede sein, bisher jedenfalls nicht.
Ach ja, gestern hatten wir wieder tollen Japanischunterricht. Diesmal haben wir Wegbeschreibungen gelern. Auch so eine Sache aus dem zweiten Semester, die ich nie ganz drauf hatte...aber nun!
Danny kommt ja am ersten Novemberwochenende vorbei und gestern haben wir für ihn das Gaestezimmer im Wohnheim gebucht. Für alle, die planen, noch einmal vorzuschauen, was ich doch sehr hoffe, wir haben nur ein einziges Gästezimmer und man darf auch nur Familienangehörige dort übernachten lassen. Danny wurde daher mal eben schnell zu meinem Cousin und damit das Ganze im Dezember auch unproblematisch abläuft und ich nicht zu viele Cousins habe, wird Timo eben Bentos Vetter. Ist Japan nicht ein tolles Land? Man fühlt sich immer so wohl hier!!!

月曜日, 10月 23, 2006

Origami, Kimonos und Teezeremonie

Hier nun der Bericht der letzten Tage. Mittwoch gab es für uns Hamburger Studenten eine Party von und bei den Germanisten. Außer uns waren da aber nur ca. zehn Leute plus ein Ehepaar aus Wien (keine Ahnung, was die da wollten). Na ja, wir haben viel gegessen und gequatscht und sind danach zum Bowling gegangen. Bin Zweite geworden, gar nicht mal so schlecht, und das, obwohl die Bahn schief und krumm und voller Dellen war.
Donnerstag waren Mercy, Malte und ich in りんくうTown in einer Outletmall. War total an die Staaten angelehnt, aber wir haben günstige und passende Klamotten gefunden.
Freitag abend waren wir beim Karaoke, nur wir Deutschen, was nach den ganzen Unternehmungen mit Japanern, Koreanern oder Chinesen mal wieder dringend nötig war. Ausserdem gab es dort 飲み放題, also "All you can drink". Wir waren sieben Stunden dort, bis 3 Uhr nachts also und haben nur getrunken und gesungen. Es gab sogar drei deutsche Lieder, die wir natürlich nicht auslassen konnten und von "Moskau" gibt es sogar ein Video, dass man sich ansehen sollte, wenn die Laune mal gaaaaanz weit unten ist. Danach sieht`s bestimmt anders aus...
Samstag haben wir zum Mittagessen mal gekocht, allerdings nur Kartoffeln. Dazu gab es selbstgemachtes Tzaziki. Das Essen war ein Traum, will unbedingt bald wieder Kartoffeln essen. Immer nur Reis nervt!
Gestern sind Mercy, ich und noch ein paar andere aus dem Wohnheim zu einer wahren Ausländerveranstaltung gefahren. Zuerst haben wir Origami gemacht, diesen tollen Kranich. Leider haben wir nicht wirklich kapiert, wie das geht und unsere Viecher sahen dementsprechen miserabel aus. Spass gemacht hat es aber trotzdem. Eva will uns noch Nachhilfestunden geben... Danach durften wir selbst grünen Tee zubereiten, so richtig traditionell mit Pulver. Das war sehr interessant, aber der Tee schmeckte furchtbar, irgendwie fischig. Die Süssigkeiten, die es dazu gab, nämlich getrocknete Erdbeeren, waren allerdings klasse. Werde mich im Supermarkt mal auf die Suche danach begeben.Nachdem wir dann noch klassischer Musik lauschen durfen, konnten wir endlich Kimonos anziehen oder besser gesagt, anlegen lassen, denn alleine kann man die Dinger ja nicht anziehen. Das Anziehen hat sehr lange gedauert, aber es hat sich gelohnt. Wir sahen toll aus. Es wurden noch etliche Fotos geschossen und wieder Tee getrunken und somit haben wir eine Art Crashkurs in traditioneller japanischer Kultur mitgemacht.
Mercy und ich wollten anschliessend noch nach なんば zum Shoppen, leider hielten es Mabel (eine kleine aufgedrehte Frau aus Hong Kong) und Eva für nötig, uns zu begleiten. Ist dann aber doch noch sehr nett geworden, obwohl wir nicht wirklich etwas gefunden haben.
Heute morgen ist auch endlich das Paket mit meinen Sachen aus Deutschland gekommen. Daher mache ich an dieser Stelle Schluss, denn in meinem Zimmer herrscht Chaos...

水曜日, 10月 18, 2006

Girlpower!

Nach der Klingel- und Stöhnaktion von vorletzter Nacht, sind Ronja, Mercy und ich zum Gegenangriff übergetreten. Im 100 Yen-Shop haben wir uns Trillerpfeifen besorgt (natürlich mit Hello Kitty-Motiv, wie sollte es auch anders sein) und im Supermarkt haben wir uns so einen Beeper gekauft. Zieht man an dem einen Ende, ertönt ein 180 Dezibel lauter Ton, der nachts vermutlich das gesamte Haus aufweckt. Wir haben mittlerweile auch einen Verdacht. Es kann nur jemand von unter, also von den Wächtern sein, denn 1. kennt niemand sonst unsere Telefonnummern (ausgenommen Familie und Freunde in Hamburg), 2. ist es ja wohl kein Zufall, dass der Typ ausgerechnet uns nervt, die wir gerade frisch angekommen sind und 3. schleicht nachts auch immer jemand vor den Zimmertueren entlang, der muss also von hier sein. Wir haben so einen Typen mit etwas längeren Haaren in Verdacht, die anderen scheiden eigentlich alle aus. Wir werden uns jedenfalls zur Wehr setzten!!! Chaka! Ach ja, habe doch noch herausgefunden, wie man das Telefon abstellen kann, dazu muss man es zwar komplett ausstöpseln, aber was tut man nicht alles für seine nächtliche Ruhe...
Montag wurden dann die Ergebnisse unseres Sprachtests von letzter Woche bekanntgegeben. Wir, alle ausser unser Superbrain Ronja, sind im mittleren Kurs gelandet, also genau da, wo wir auch hinwollten. Unlogischerweise ist das der A-Kurs, Ronja ist im B-Kurs (also der beste) und die Anfänger, die noch nicht einmal Hiragana lesen können, sind im Kurs C (da versteh mal einer dieses System). Unterricht hatten wir auch schon, sind mit der Lehrerin den Test durchgegangen, allerdings haben wir nur die beiden ersten Aufgaben geschafft. Der Unterricht ist bisher der einzige, der überhaupt Sinn macht. Wir lernen endlich mal was. Naja, eigentlich lernen wir nur Sachen, die wir in Hamburg vor zwei Jahren schon gelernt haben, aber mittlerweile wieder vergessen haben. Auf jeden Fall ist die Lehrerin super und der Unterricht toll.
Gestern hatte ich wieder meinen Anthropologie-Kurs, auf den ich jede Woche dreieinhalb Stunden warten muss. Diesmal habe ich mich weiter nach vorne gesetzt und der Prof hatte auch ein Mikro dabei. Ich habe mehr mitbekommen als vergangene Woche, aber seine Kanji kann ich immer noch nicht entziffern, seine Handschrift ist ein einziges Gekrakel.

月曜日, 10月 16, 2006

"Ihr seid der Schwanz"

Am Samstag habe ich es endlich geschafft, Fotos entwickeln zu lassen, hat sage und schreibe nur 45 Minuten gedauert. Nun habe ich 200 Fotos und kann mit der Gestaltung meines Japanalbums beginnen. Dann lag da auch noch der erste Brief von Timo in meinem Briefkasten und ich hab mich riesig gefreut und gleich ein paar Luftspruenge gemacht.
Ansonsten habe ich es am Samstag eher ruhig angehen lassen. War noch einkaufen (wie fast jeden Tag) und Tischtennis spielen (wir werden noch richtige Profis).
Gestern dann war das Fest in Sakaishi. Um 12 Uhr mittags sind wir losgetigert und erst mal bei der Parade mitgelaufen. Zuvor hat man uns wieder in die tollen Kostuemchen vom letzten Wochenende gesteckt und gemeint "You are the tail", was echt klasse war, da uns in den 45 Minuten alle Menschen links und rechts angestarrt und zugewunken haben und wir uns wie die Affen im Zoo vorkamen. Nach uns kam ja auch erst einmal nichts mehr. Bento ist richtig aufgegangen, hat jedem zugewunken und "Juchu,-alles-ist-super-Laune" ausgestrahlt. Nach der Parade hatten wir maechtig Hunger, diesmal gab`s das Essen sogar gratis. Dann ging es weiter zur Sumo-Weltmeisterschaft. Die hatten wir uns eigentlich etwas spektakulaerer vorgestellt. War in einer recht kleinen Halle und 50% der Besucher waren tatsaechlich mal Nicht-Asiaten. Die Deutschen haben ihre Sache gut gemacht, aber die Inder sollten sich das naechste Mal besser ueberlegen, wen sie dahin schicken, die hatten nur Hungerhaken am Start, die dann gegen 200kg-Maschinen antreten mussten.
Ach ja, letzte Nacht ging dann der Telefonterror los. Um 3.10 Uhr klingelte mein Festnetz-Telefon und als ich abgenommen habe, hoerte ich nur jemanden atmen. Hab mich super geekelt und den Hoerer beiseite gelegt, damit es nicht mehr klingeln kann. Klappte leider nicht, denn nach ein paar Minuten fing das Telefon zu piepen an, also musste ich den Hoerer wieder richtig hinlegen. Rausziehen kann ich das Telefon leider nicht. Der Spinner hat dann noch einmal angerufen, dann hab ich mir Ohropax besorgt. Werde heute Abend nach dem Gespraech mit Timo das Telefon abtapen, in Handtuecher einwickeln und im Schrank verstauen. Ich hab mich schon lange gefragt, wann das mit dem Terror nachts losgeht, da Elke schon so viel davon berichtet hat. Wenn das wirklich der Hausmeister oder Pfoertner oder so ist, finde ich das noch heraus. Kampf dem Terror! Jedenfalls hab ich dann noch bis ca. 4 Uhr wachgelegen und danach nur noch schlecht getraeumt. Hoffe, das wird nicht zum Alltag bzw. Allnacht !?

金曜日, 10月 13, 2006

Zeitungsartikel und der Kampf um den Pudding

Am Mittwoch haben wir um 14.40 Uhr immer unseren Zeitungslektüre-Kurs. Eigentlich hatten wir unseren Prof letzte Woche so verstanden, dass wir uns mittags immer den Text für die darauffolgende Woche abholen sollen, aber das war ein großer Irrtum. Da haben wir die ganze Woche damit verbracht, den Text in sechs möglichst gleich große Teile aufzuteilen, damit jeder die Kanjilesungen aus einem Teil heraussucht und so weiter, und dann kriegen wir mitgeteilt, dass das alles für`n ... war, da wir mittags den Text bekommen, den wir dann nachmittags lesen werden. Die ganze Mühe war umsonst, denn der Text von letzter Woche war schon veraltet. Nun müssen wir uns zwar auf den Kurs nicht mehr eine Woche lang vorbereiten, dafür aber jeden Mittwoch vor dem Unterricht Hardcore-Kanji-Raussuchen betreiben. Was soll`s, die Franzmänner waren genauso geschockt wie wir.
Gestern früh kam Tina dann zu uns, da sie um 10 Uhr aus ihrem Hotel ausgecheckt sein musste, ihr Flug aber erst um 23.15 Uhr startete. Nachmittags kamen dann noch ihre Summer School-Schülerinnen Yuka und Naoka vorbei und wir haben unter Beweis gestellt, wie schlecht wir alle doch Tischtennis spielen können. Yuka und ich haben Tina abends dann noch zum Flughafen gebracht.
Heute morgen hatten wir unseren Landeskunde-Kurs. Ehrlich gesagt, hab ich nicht ganz gecheckt, was wir da gemacht haben, aber da war ich wohl nicht die Einzige. Es ging erst um Verben, dann um Religion und Politik und plötzlich nur noch um deutsches Bier und französischen Wein. Unser Prof hat echt einen an der Waffel!!! Hat uns erzählt, er wäre nur deshalb Single, weil er so viele Freundinnen hätte und all sowas (von japanischer Zurückhaltung keine Spur). Er hat uns nach dem Unterricht noch mit drei Chinesen einen Raum auf dem Campus gezeigt, wo man Tischtennis spielen kann. Dann wollte er gleich ein Tunier veranstalten, obwohl wir alle Hunger hatten und lieber essen gegangen wären. Er zog dann los und holte Getränke für alle und einen Pudding. Dieser Pudding sollte der Sieges seines Tischtennis-Turniers bekommen. Gewonnen hat dann Bento und wir konnten uns endlich zum Essen aus dem Staub machen.

水曜日, 10月 11, 2006

Sprachtest

Na das war ja was! Ich hatte bezüglich des Sprachtests schon wahre Horrorvorstellungen, und dann war dieser blöde Test so leicht, dass er schon wieder schwer war!!! Vor einem Jahr oder auch vor zwei Jahren, hätte ich den fehlerfrei geschrieben, aber nun liegt der Stoff schon so lange zurück, dass ich kleine Probleme hatte. War echt ärgerlich!!! Die Ergebnisse gibt es Montag.
Ansonsten ist gestern nicht viel passiert. Ich war noch in der Vorlesung über Anthropologie und die Klimaanlage war so laut, dass ich den Prof nicht hören konnte (geschweige denn verstehen).
Ronja und Bento haben gekocht und ich konnte gleich essen, nachdem ich wieder im Wohnheim war (dafür hab ich abgewaschen). Das war sozusagen unsere erste richtige selbst zubereitete Mahlzeit in Japan. Und es gab noch ein Jubiläum: Ich bin nämlich gestern zum ersten Mal alleine mit der Bahn gefahren. Ist mir allerdings erst hinterher eingefallen. War wenig spektakulär, geb ich ja zu, weil es ja schon eine gewohnte Strecke war, aber immerhin...

火曜日, 10月 10, 2006

Ein langes ereignisreiches Wochenende

Hier nun der Bericht vom Wochenende:
Freitag hatten wir Unterricht bei 川端先生 (Kawabata) und mussten uns, wie sollte es anders sein, wieder vorstellen.
Nach dem Unterricht haben wir mal eine der Mensen getestet. War ganz gut und spottbillig.
Um 13 Uhr hatten wir einen Termin mit dem Fakultätsvorsitzenden des Literaturwissenschaftlichen Instituts. Er hat uns in Japan und an der Uni willkommen geheißen und uns ein frohes Schaffen gewünscht. Gruppenfotos wurden auch noch geschossen.
Dann haben wir endlich unser Geld bekommen. Einmal von der Uni und dann noch ein bisschen von einer Stiftung. Zwar verlief die Übergabe wieder mal irgendwie unorganisiert und die Verantwortlichen waren etwas planlos, aber Hauptsache, wir haben das Geld.
Wieder im Wohnheim, hatten wir nachmittags noch ein Treffen mit einer Frau von der für uns zuständigen Internetfirma. Die hat uns erklärt, dass wir in 1-2 Wochen Internet haben können, allerdings müssen sich Ronja und Mercy einerseits und Bento und Malte andererseits, erst einmal einen Anschluss teilen. In 1-2 Monaten ist dann alles komplett geregelt. Wir haben uns diesmal mächtig beschwert, zum Glück war Eva da, so dass sie uns vom Englischen ins Japanische übersetzt hat. Es kann ja wohl nicht angehen, dass man in einem internationalen Studentenwohnheim wochenlang auf einen Internetanschluss warten muss. Und dann sind noch nicht einmal genügend Anschlüsse da...
Samstag dann fand in Mozu ein Fest statt, das zum letzten Mal vor 300 Jahren gefeiert wurde. Männer aus verschiedenen Stadtteilen haben einen お神輿(Omikoshi) getragen, also eine 2t schwere Sänfte. Andere Männer, Frauen und auch Kinder haben die jeweiligen Paraden begleitet. Das Fest war sehr spannend und die お好み焼き(Okonomiyaki), die eigentlich 広島焼き(Hiroshimayaki) waren, haben auch fantastisch geschmeckt. Das einzig Abstoßende war, dass man dort Fische, Krebse, Schildkröten und Küken fangen und anschließend mit nach Hause nehmen konnte. War echt widerlich!!!
Auf dem Nachhauseweg bat uns eine der am Fest aktiv teilnehmenden Familien, Fotos von uns schießen zu dürfen. Wir sind dann mitgegangen und bekamen erst einmal Bier und wurden dann sogar noch zum Essen eingeladen. Japanische Gastfreundschaft!
Abends waren wir noch einmal beim Fest, um das Ganze im Dunkeln zu erleben.
Am Sonntag um 11:30 Uhr klingelte bei mir auf einmal das Telefon. Manno, war ich erschrocken, denn in Deutschland war es ja noch tiefste Nacht. Wer sollte das also sein? Am Apparat war aber eine Frau, die in 堺 (Sakai), dem Stadtteil, in dem wir leben, für internationale Studenten zuständig ist. Sie hat von einem Fest erzählt, an dem wir aktiv teilnehmen können und das wäre eine große Ehre und sie würde sich freuen, wenn wir kommen würden. In 30 Minuten würde sie uns abholen. Gesagt, getan! Wir fuhren dann nach Otori, wo wir noch auf andere Nicht-Japaner trafen, und in einem riesigen Gebäude bekamen wir Jäckchen, Gürtel und Kopfbinden zum Anziehen und konnten dann der Parade zuschauen. Fotos mit uns Ausländern vor einem お神輿 wurden auch noch geschossen.
Nachdem unsere Arbeit in Otori getan war, fuhren wir zum Mittagessen wieder nach Mozu: Es gab mal wieder お好み焼き. Dann durften Mercy und ich noch irgendetwas live zubereiten, weil der Mann an dem Stand, uns so toll fand. Leider haben wir bis jetzt noch nicht herausgefunden, was das war, auf jeden Fall etwas aus Zucker.
Montag war ein Feiertag, aber wohl kein richtiger. Es war Tag des Sports und Schüler und Studenten hatten frei. Ronja und ich haben uns um 11 Uhr mit Tina in 天王寺 getroffen. Wir waren shoppen, Mittagessen und wieder shoppen. Dann sind wir zusammen mit Tina ins Orion gefahren und haben Tischtennis gespielt, mit Unterbrechungen bis 21:30 Uhr. War richtig toll und man sich mal wieder bewegt.
Jetzt stehen uns vier spannende Unitage bevor, bis wieder Wochenende ist. Yeah!

金曜日, 10月 06, 2006

Umzug, Stress und von der Außenwelt abgeschnitten

Da wir im Studentenwohnheim noch kein Internet haben, hier erst einmal der Bericht der letzten Tage:
Montag früh sind wir zu fünft vom 来山 aufgebrochen und mit all unserem Gepäck zur Uni marschiert. Schon nach den ersten 10 Minuten haben wir uns nach einer Dusche gesehnt, so verschwitzt waren wir.
An der Uni angekommen, hieß es erst einmal Zettel ausfüllen. Wir hatten den Eindruck, als wären wir die ersten ausländischen Studenten, so wie die sich angestellt haben. Niemand wusste so recht, wie die Adresse des Wohnheims lautet, was genau ausgefüllt werden muss und was nicht. Robert war in der Zwischenzeit auch zu uns gestoßen, so dass unsere deutsche Runde nun komplett ist.
Sehr zu unserer Freude (das ist pure Ironie) durften wir auch gleich an 高坂先生s (Kohsakas) Unterricht teilnehmen. Das ist einer unser Japanisch-Professoren. Der Typ ist total bekloppt, aber im Großen und Ganzen unterhaltsam und amüsant.
Anschließend ging es zum Mittagessen. Während des Essens haben sich alle Beteiligten vorgestellt, uns eingeschlossen (sehr praktisch, denn man konnte so gut wie nichts verstehen).
Dann mussten wir erneut Zettel ausfüllen und auch einen Fragebogen zu unseren Fähigkeiten beantworten. Wir haben uns auf 1000 Kanji geeinigt, die wir können; Robert hat sich tatsächlich nur 100 zugetraut (die müssen uns für total unterbelichtet halten).
Unseren Studentenausweis und auch den Bibliotheksausweis haben wir auch noch bekommen, ebenso wie diverse Vorlesungsverzeichnisse. Eigentlich fühlen wir uns mit dem Sprachunterricht schon gut ausgelastet, aber mal sehen, was man noch so machen kann.
Nachdem wir dann 7500円 für eine Art Haftpflichtversicherung zahlen mussten, von der uns Miyazaki nichts erzählt hat, durften wir endlich ins Studentenwohnheim.
Wir haben jeder einen Schlüssel bekommen, der nicht nur für die Zimmertür, sondern auch für die Eingangstür zuständig ist. Allerdings öffnet sich dann erst ein Kästchen und man muss einen äußerst komplizierten Zahlencode, den ich an dieser Stelle selbstverständlich nicht wiedergeben werde, eingeben, damit sich die Tür öffnet. Jeder hat auch ein eigenes Postfach, welches ebenfalls mit einem Code zu öffnen ist.
Die Zimmer sind wirklich nicht der Hit. Allerdings sind die Schränke sehr groß und bieten viel Stauraum. Das Badezimmer ist total winzig und man hat das Gefühl, als betrete man einen Wohnwagen. Ein Bett gibt es auch nicht, sondern eine Art Bettgestell mit Tatami-Matte. Außerdem gibt es noch einen Kühlschrank (sogar mit separatem Gefrierfach), ein Wägelchen für Lebensmittel etc. und einen Schreibtisch mit Lampe, Regal und Stuhl. Das war’s.
Ich habe Elkes oder Julias Bettkram geerbt und musste mir daher erst mal keinen Futon, Decke und Kissen besorgen, nur Bettwäsche.
Ach ja, wir besitzen auch ein Telefon, mit dem wir allerdings nicht telefonieren können. Irgendwie wird das Telefon-System gerade umgestellt. Angeblich kann man aber angerufen werden. Wir haben allerdings noch nicht herausgefunden, ob man direkt auf dem Zimmer angerufen werden kann, ob eingehende Anrufe vom Pförtnerbüro durchgestellt werden oder ob man vom Pförtner gerufen wird und in seinem Büro telefonieren muss. Wann das ganze sich ändern soll, konnte man uns auch nicht sagen.
Internet gibt es auch noch nicht, muss man erst beantragen, was wir selbstverständlich als erstes getan haben. Dauert ca. 2 Wochen. Klasse!!! Wir sind quasi von der Außenwelt abgeschlossen. Tolles Gefühl! Wirklich grandios!
Die Mädchenküche ist wirklich eklig, total voll gestellt und dreckig. Daher gehen wir jetzt immer hoch zu Jungs in den 5. Stock. Da steht zumindest nichts rum und ist eh nicht so viel los. Für den Herd braucht man tatsächlich noch Münzen, das ist so was von bescheuert.
Die erste Nacht konnte ich nicht so recht einschlafen, ähnlich wie die ersten sieben Nächte im Hotel. Außerdem ist hier ein Krach, viel schlimmer als zu Hause auf der Veddel. Der Kühlschrank schnurrt und die Klimaanlage, die vom Hausmeister als „ちょっとnoisy“ (ein bisschen laut) beschrieben wurde, rattert ordentlich. Daher habe ich mich entschieden, die Klimaanlage auszuschalten und stattdessen die Balkontür zu öffnen. Allerdings ist der Lärm von draußen genauso stark wie der von der Klimaanlage, aber Frischluft ist schließlich besser als die ganze Nacht die Klimaanlage anzulassen. Ungeziefer kann auch nicht herein, denn es gibt noch eine Art Fiegengitter-Balkontür.
Apropos Balkon: Ja, haben wir, sogar mit Wäscheleine und ein paar –klammern.
Tag 2: Um halb 9:00 Uhr haben wir (alle außer Mercy) uns in der Lobby getroffen, um zum Uni-Bahnhof zu fahren. Dort waren wir um 9:00 Uhr mit Kenji, einem unserer Tutoren, verabredet. Natürlich kamen wir 10 Minuten zu spät, da wir die richtige Bahn verpasst haben. Dann sind wir zum Rathaus gefahren, um uns als Ausländer registrieren zu lassen. Wir mussten wieder Papiere ausfüllen und dann 1½ Stunden warten, bis wir einen vorläufigen Wisch bekommen haben.
Weiter ging es zur Uni, wo wir Mercy und Herrn 高梨 (Takanashi) getroffen haben. 高梨 ist übrigens der tollste Prof überhaupt, super freundlich und hilfsbereit.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen mussten wir zum Unterricht „Japanisch 2B“. Da waren wieder die zwei Franzosen Sonia und Raphael, die wir schon am Tag zuvor kennen gelernt haben, und ein Haufen Chinesen und Koreaner, die unserer Ansicht nach schon so gut wie perfekt Japanisch sprechen können.
In den 90 Minuten Unterricht mussten sich alle vorstellen und erzählen, was sie in den Sommerferien gemacht haben. Erst die Asiaten, dann die Franzosen und dann wir. Als wir an der Reihe waren, wurde es erst richtig lustig. Mercy musste früher weg und hat das der Lehrerin während ihrer Selbstvorstellung gesagt und ist dann einfach abgehauen. Robert sah aus wie ein Schwuler und hat die ganze Zeit über die カタカナ-Schreibweise seines Vornamens gequatscht, bei Bento haben alle nur gelacht und man konnte nichts mehr verstehen und Malte ist nach seinem kleinen Vortag auch so schnell wie möglich wieder zurück zu seinem Platz geeilt, bevor jemand auf die Idee kommen konnte, blöde Fragen zu stellen.
Anschließend haben wir uns darum bemüht, von der Bib aus ins Internet zu kommen, dauert aber einen Tag, bis der Account frei geschaltet wird. Irgendwie klappt hier nichts auf Anhieb, alles dauert und dauert und dauert.
Ich musste dann mit 高梨 zu meinem Tutor 多和田 (Tawada). Er hat mir gesagt, zu welchen Vorlesungen ich gehen könnte, anhand meiner Nebenfächer in Deutschland und meines Schreibens an die Uni. Irgendwann meinte er aber, es würde reichen, wenn ich den Japanisch-Unterricht besuchen würde und dann könnte ich nächstes Semester immer noch andere Kurse belegen. „Erst einmal Japanisch lernen“. Ich komme mir mit meinen Kenntnissen echt schlecht vor. Das Studium in Deutschland ist echt total bescheuert aufgebaut und überhaupt nicht praxisorientiert. Ich hoffe, in drei Monaten sieht hier alles schon anders aus, aber ich bin zuversichtlich.
Um 16:00 Uhr sind wir dann nach なんば gefahren, um ein Handy zu kaufen. Das hat ganze 4 Stunden gedauert. Ich könnte da noch drei Seiten drüber schreiben, aber das interessiert euch sicher nicht. Wir haben jetzt jedenfalls alle ein Handy und auch noch alle das gleiche. Ging aber nicht anders. Eigentlich wollte ich unbedingt ein weißes Handy haben, damit es zu meinem Mac passt. Da wir aber nur die Wahl zwischen weiß und rosa metallic hatten, und sich die anderen alle für weiß entschieden haben, hab ich dann doch das rosafarbene genommen.
Um 23 Uhr war ich wieder zu Hause und hab Timo erst mal eine E-Mail per Handy geschickt, wie es in Japan üblich ist. Nachts kam dann auch eine Antwort und seitdem fühle ich mich hier nicht mehr ganz so abgeschieden.
Morgen werde ich doch noch einen Futon kaufen, denn momentan liege ich wie auf Holz. Diese blöden Futons sind einfach so hart, aber mit zwei übereinander wird es hoffentlich weicher.
Tag 3: Am Mittwoch haben wir endlich unsere Zugangsdaten bekommen, um in der Bibliothek (die OCU-Leute nennen es lieber „Media Center“) das Internet nutzen zu können. War das ein tolles Gefühl!!!
Nach dem Mittagessen hatten wir wieder eine Doppelstunde bei 高坂先生. Er hat sich lang und breit vorgestellt und anschließend mussten das auch alle Kursteilnehmer tun. 自己紹介 Yeah!!! Haha, außer uns und den zwei Franzosen waren nur noch 3 andere im Kurs, also war das nicht so spannend.
Nach dem Unterricht sind Ronja und ich mit Mercy ein Handy kaufen gegangen und ich habe mir gleich Boxen für den Mac gekauft. So kann ich die Drei Fragezeichen noch viel besser verstehen, wenn ich im Zimmer rumwühle. Ich höre hier ständig nur Hörspiele. Erstens, weil ich Stille nicht ertragen kann und zweitens, weil ich mir so ein Stückchen Heimat nach Japan hole.
Als wir nach Hause kamen, klebte an unserer Tür ein Brief. Darin stand, dass unser Telefon nun funktionstüchtig sei (man kann aber nur angerufen werden). Natürlich hab ich Timo erst mal die Nummer gemailt und so konnten wir abends zwei Stunden lang quatschen. Das war so schön, hat mich wieder total aufgebaut. Die zwei Tage Telefonabstinenz waren furchtbar.
Toll war dann auch mein Ohropax-Erlebnis: Am Abend zuvor hatte ich die Dinger ja zum ersten Mal im Leben benutzt und war noch recht vorsichtig. Irgendwie nicht verwunderlich, dass der Krach nicht weg war. Ich hab mich dann bei den anderen Mädels erkundigt und erfahren, dass man die ruhig fest reinstecken kann. Hab ich nach dem Telefonat mit Timo dann auch ganz mutig getan und... STILLE. Wirklich, das war schon fast unheimlich. Hab ja nicht geahnt, wie wirksam Ohropax sein können.
Tag 4: Frei, keine Vorlesungen. Wir sind aber trotzdem zur Uni gefahren. Alle, außer Ronja und mir, hatten noch Termine mit Tutoren, Profs oder was auch immer und ich wollte einfach nur ins Internet.
Danach waren wir zum Mittagessen im Bib-Restaurant Westeria und ich hab da mal カツ丼 (Katsudon) probiert. Fleisch mit ein bisschen Gemüse und Ei auf Reis. War superlecker und eine Megaportion.
Anschließend waren wir im 99円-Shop, gleich bei der Uni, einkaufen und mit den Einkäufen dann nach Hause. Zum Glück habe ich dort auch Dosenfrüchte gefunden, leider aber noch keinen Dosenöffner.
Wir wollten dann auch noch zu einem 100円-Shop, von dem Elke uns geschrieben hatte. Wir sind total planlos losgezogen und haben ihn natürlich nicht gefunden. Eva, eine aus dem Orion, hat uns dann aber verraten, dass sich der Laden irgendwo im Obergeschoss des Supermarkts befindet.
Zurück im Orion wollte der Hausmeister ein Passbild von uns haben. Der hatte sogar schon unsere Namen drauf. Manno! Wofür das Bild braucht, hat er nicht verraten.
Irgendwie hat uns Eva dann auch dazu gekriegt, uns mit ihr zu verabreden. Sie hat mit Elke zusammen wohl immer Alkohol getrunken und sie hat auch noch was da, was sie nun mit uns trinken möchte. Da wir sie am Tag zuvor schon mal abgewiesen hatten, haben wir ihr nun zugestimmt. Wir waren echt baff, als sie mit sieben oder acht Flaschen ankam: Campari, Wodka, Wein, Sake aus Okinawa usw. Es war dann aber auch recht lustig.
Ach ja, Robert hat das Gelage abends verpasst. Er hat sich nämlich an der Uni nach einem Sportkurs erkundigt und sollte dann gleich drei Stunden mitrainieren...

日曜日, 10月 01, 2006

Regen, Wäschewaschen und UNO spielen

Das war ja mal wieder ein ereignisreicher Tag. Da es, teilweise in Strömen, geregnet hat, sind wir nicht, wie geplant, zum Sky Building gefahren. Wär garantiert keine tolle Aussicht gewesen.
Wir hatten dann die fabelhafte Idee, vor unserem Umzug ins Studentenwohnheim noch einmal Wäsche zu waschen. Das hat ungefähr 3,5 Stunden gedauert. In diese blöden Trockner kann man anscheinend nur 1,0 kg Wäsche packen, ansonsten wird sie nicht trocken. Wir haben uns die Zeit mit UNO vertrieben und jeder hatte das Bedürfnis, jeden seiner Züge eifrig zu kommentieren...
Irgendwann plagte uns dann wieder so ein Hungergefühl und wir sind nach なんば zum Pizzaessen aufgebrochen. War ein tolles Restaurant mit einem tollen A-セット (6 kleine Vorspeisen, einer Pizza, drei kleinen Desserts und Tee). Als Ausländer wurden wir auch gleich an einen Tisch in der hintersten Ecke verfrachtet. Nett!!!!
Dann kam Mercy ja auch noch an, mit Emirates selbstverständlich, wie es sich gehört. Ihr Abholteam verspätete sich auch nur um 5 Minuten, zum Glück war Mercy noch nicht an Hilflosigkeit verzweifelt. So ohne Handy ist es bescheuert, aber das ändert sich hoffentlich nächste Woche, vorausgesetzt, wir bekommen die Alien Registration dann schon.

Ausschlafen!!!

Nachdem ich gestern Abend noch einen neuen Telefonrekord mit Timo aufgestellt habe (3,5 Stunden) und ich erst um 2:30 Uhr ins Bett gekommen bin, hab ich Ronja noch einen Zettel geschrieben und durch den Türschlitz unten gesteckt. Darauf stand, dass ich nicht zum Frühstück um 10 Uhr kommen werde, sondern ausschlafen möchte. Bin dann auch tatsächlich bis 11 Uhr morgens im Bett geblieben.
Leider war ich dadurch den gesamten Tag über müde und hab auch nicht viel gemacht. War einkaufen, Geschenke für die 先生 einpacken und hab mein Buch angefangen.
Das war mein Tag: Wenig spektakulär, dafür aber sehr erholsam.