金曜日, 9月 29, 2006

Ein Tag der Ruhe – oder doch nicht?

Irgendwie hatte ich mir nach den Strapazen der letzten Tage einen Tag der Erholung und des Entspannens vorgenommen. Aber erstens kommt es anders und... (ihr wisst ja, wie es weitergeht)
Malte war inzwischen ja auch in Osaka eingetroffen und so machten wir uns gegen 11 Uhr (ich konnte durch- und auch einigermaßen ausschlafen) auf den Weg zur Bahnstation 大阪. Bento war schon recht früh zu Caro nach 神戸 aufgebrochen.
Unsere Bahn fuhr aber nur nach なんば und da wir keine andere mögliche Bahn in jenem Teil des Bahnhofs fanden, sind wir durch なんば marschiert.
Irgendwann bekamen wir Hunger und sind zum Center Namba Parks gegangen. Dort sind wir nach vielem Hin und Her dann bei Osaka Noodles` City eingekehrt (dort spielte die ganze Zeit grauenvolle Musik und das auch noch in Endlosschleife). Am Eingang waren die Gerichte aufgelistet und wir entdeckten das uns unbekannte かっけ (wer von euch kein Hiragana lesen kann, hat an dieser Stelle mal Pech gehabt oder auch Glück). Glücklicherweise hatte die Speisekarte dann Bilder, denn verstanden haben wir fast nichts. Ich hatte schon meine Wahl getroffen und wollte nur mal Malte und Ronja fragen, was das denn wäre (auf dem Bild sah es lecker aus). Keiner wusste es, aber die Kellnerin kam gerade und Malte zeigte auf das Bild und fragte „何(was)“? Die Antwort der Kellnerin lautete schlicht „耳 (Ohren)“ und sie zeigte auf ihr Ohr. Ich habe mich dann ganz schnell umentschieden, denn auf Schweineohren hatte ich nun gar keinen Appetit...
Gegen 18 Uhr kamen wir dann wieder im Hotel an und meine Füße waren schon ganz schön geschafft. Hoffentlich erholen sie sich nachher beim Baden.
Morgen will ich aber definitiv einen erholsamen Tag!!!

木曜日, 9月 28, 2006

Wiedersehen in 京都

Unser heutiges Ausflugsziel: Kyoto! Um 10:15 Uhr kamen wir an und suchten erst einmal die Touristeninformation, um einen Busplan zu bekommen. Im riesigen Hauptbahnhofsgebäude von 京都 gibt es zwar einen Informationsschalter, jedoch nur für Japaner; der für Englisch sprechende Touristen befindet sich im neunten Stock. Also auf dorthin!
Nachdem wir Danny und Tina freudig begrüßt haben, mussten wir einen Bus finden, der uns zum 金閣寺, zum Goldenen Tempel, bringt. Das war gar nicht so leicht, denn der Busbahnhof ist für Fremde äußerst verwirrend. Wir liefen dann mal einfach so über die Straßen, denn die Wachmänner sind meist eh zu schüchtern, um Ausländer auf ihr Fehlverhalten aufmerksam zu machen. Endlich im richtigen Bus ging die Fahrt los. In Japan gestaltet sich das Busfahren übrigens anders als bei uns. Man steigt grundsetzlich hinten ein und zahlt vorne bzw. zieht sein Ticket durch den Automaten.
Der 金閣寺 hat uns alle ziemlich enttäuscht, sieht eher aus wie ein Spielzeughaus. Winzig klein und irgendwie total langweilig. Die Grünanlage drum herum hingegen erinnert stark an einen Märchenwald. Umher fliegende Feen oder kleine Trolle hätten die Szenerie perfekt gemacht.
Auf der Karte nur ein paar Meter, in Wirklichkeit aber einen langen Fußmarsch weiter, liegt der 龍安寺 (Ryoanji). Seine hoch gepriesene „simple Schönheit“ wirkte wahrlich simpel und ziemlich langweilig. Große Steine, kleine Steine und das war’s. Also wieder eine Enttäuschung, dabei waren wir so gespannt, denn darüber hatten wir ja im Unterricht so viel gehört. Na ja, vielleicht sollte ich mich erst ein wenig mehr mit der Zen-Kultur beschäftigen und dann urteilen...
Mittlerweile war es zu spät, um noch zum Kaiserpalast zu fahren, also heb ich mir dieses Event für einen ganz besonderen Menschen auf...
Als nächstes steuerten wir den 仁和寺 an. Ronja kannte ihn schon, Bento und Caro wollten nicht mit, also sind Danny, Tina und ich allein los. Und es hat sich gelohnt. Alles ist so wunderschön, dass man am liebsten gleich dort einziehen möchte. Außerdem ist der Tempel etwas abgelegen und so war die Anlage nicht mit Touristen überfüllt.
Als letzter Sightseeing-Punkt stand noch 二条城, das Nijo-Schloss, auf dem Programm. Auch hier wurden wir nicht enttäuscht: Eine traumhafte Anlage mit tollem Tempel.
Für mich ist 京都 eine sehr beeindruckende Stadt, aber leben möchte ich dort nicht. Es ist zwar alles traumhaft schön, aber wenn man drei, vier Tempelanlagen gesehen hat, entdeckt man kaum noch Neues. Ein-, vielleicht sogar zweimal möchte ich aber auf jeden Fall noch hin.

水曜日, 9月 27, 2006

姫路 - Himeji

Wir starteten heute mal wieder früh in den Tag. Schon vor 9 Uhr verließen wir das 来山 und fuhren zur Station 大阪 (dass das Osaka heißt, müsstet ihr alle langsam draufhaben) und dann weiter nach 三の宮 (Sannomiya), wo Caro zu uns gestoßen ist. Nach gut 40 Minuten (mit dem S Rapid geht es schneller) kamen wir dann in 姫路 an.
Gut einen Kilometer mussten wir straight geradeaus laufen, um die gewaltige Burganlage zu erreichen. Für 600円 durften wir dann auch rein. Der Weg zur Burg führte uns durch die schöne Anlage, vorbei an Speicherhäusern, bedeutenden Gängen und einem Hof, wo zur damaligen Zeit 切腹 (Seppuku bzw. Harakiri) begangen wurde, also der rituelle Selbstmord der Samurai.
Die Burg selbst war wirklich gigantisch. Innen war sie auch eine Art Museum, aber weitaus weniger informativ als das 大阪城. Mit geliehenen Slippern oder wahlweise auch barfuss konnte man dann Etage für Etage nach oben steigen. Von ganz oben hat man einen tollen Ausblick, kann sich seine Informationsbroschüre stempeln lassen und sich ins Gästebuch eintragen.
Vom Hunger getrieben, waren wir auch bald wieder unten. Essen hatte nun oberste Priorität und so kehrten wir ins erste Restaurant ein, um wieder zu Kräften zu kommen. Danach waren wir noch ein bisschen shoppen (Ronja und ich können richtiges Besteck nun endlich unser Eigen nennen! Weg mit dem Plastik-Kram!), aber wirklich zu sehen gibt es außer der Burganlage nichts mehr in 姫路. Also machten wir uns auf zur JR-Station und fuhren zurück ins Hotel. Ronja und ich sind noch gleich zum Supermarkt gegangen und haben uns unser Abendessen geholt: Reis und frittierte Garnelen-Spieße.
Um 21 Uhr beginnt die Badezeit für Frauen und genau dort werde ich um diese Zeit zu finden sein...
Ach ja, im 百円ショップ(100 Yen Shop) habe ich endlich Klarsichthüllen gefunden. Die sind links komplett mit Löchern versehen, scheint eine Universallochung zu sein. Bin jedenfalls erleichtert, sie endlich in Japan entdeckt zu haben. Jetzt fehlen mir nur noch Fotokleber und ich kann damit anfangen, mein Japan-Album zu gestalten. Ich werde euch auf dem Laufenden halten.

火曜日, 9月 26, 2006

Abenteuer 奈良 und der eine böse Hirsch

Heute war wieder ein aufregender Tag in Japan. Wir sind mit unserem 4-Tage-Japan-Rail-Pass nach 奈良aufgebrochen. Dort angekommen, mussten wir uns erstmal stärken und sind zu Mos Burger gegangen. Mein Teriyaki-Burger war aber nicht so lecker wie ein japanischer McChicken von McDonald’s. Aber wir haben’s mal getestet.
Die erste Sehenswürdigkeit war dann eine 5stöckige Pagode. So habe ich Japan immer vor Augen gehabt. Die gesamte Anlage war ein Augenschmaus. Schon hier sind wir den ersten 奈良の鹿, also den berühmten Hirschen der Stadt, begegnet. Die ersten zarten Versuche, sie zu einem Foto zu bewegen und sie sogar zu streicheln, führten zum gewünschten Ergebnis. Dann allerdings wollte ich ein Foto mit einem Hirsch machen, dem sein Geweih noch nicht entfernt wurde. Das war für den Hirsch auch noch alles schön und gut, als ich ihn dann aber streicheln wollte, hat er sich böse zu mir umgedreht und mir sein Geweih in die Beine gerammt. Es war nicht wirklich wuchtig, nur der Schreck darüber ließ mich zusammenzucken, aber etwas wehgetan hat es trotzdem und ich habe jetzt heftig blaue Flecken.
Nach diesem Erlebnis hatte ich eigentlich genug von Hirschen, aber der Weg zum 春日大社-Schrein (Kasuga Taisha) führte uns direkt durch Naras weitläufiges Hirsch-Freigehege. Ich habe mich aber darauf beschränkt, Fotos zu machen und nicht mehr zu streicheln.
Unser Highlight des Tages war natürlich der 東大寺-Tempel (Tōdaiji). Dort befindet sich die größte aus Bronze gegossene Buddha-Statue der Welt im größten rein aus Holz hergestellten Gebäude. “WOW“ kann man da nur sagen, wir kamen aus dem Staunen kaum noch raus. Aber am besten fahrt ihr selbst hin und guckt es euch an... Und eine spannende Tatsache nebenbei: Caro hat das alles in Stöckelschuhen mitgemacht, da sie keine Turnschuhe bzw. flachen Schuhe besitzt.
Auf dem Weg zurück zum Hotel hatten wir in der JR dann noch einen kleinen Zwischenfall mit einer Japanerin. Die hat uns die gesamte Fahrt über nachgeäfft und angeglotzt, bis wir dann angefangen haben, ihr Kontra zu geben. Irgendwann dann ist sie in ein anderes Abteil geflüchtet. Komische Leute!!!
Ach ja, gestern Abend bin ich in den Genuss meines ersten echt japanischen Bades gekommen. Aber warum müssen Japaner immer alles verkomplizieren? Da hat man einen Duschschlauch und soll sich waschen, aber man benutzt nicht etwa das Wasser direkt aus dem Duschkopf, sondern befüllt damit eine Schüssel, die man sich dann über den Kopf gießt. Das 41°C heiße Wasser war dann aber wirklich eine Wohltat, im Winter wird es wohl erst richtig gut sein. Auf jeden Fall habe ich für die nächsten Abende ein neues Hobby: Baden!!!

月曜日, 9月 25, 2006

Hafencity & World Trade Center

Eigentlich wollten wir ja heute nach 奈良, und Caro hat auch gut ins 来山ホテル gefunden, aber am Ticket Counter wollte man uns leider kein Kansai-Ticket verkaufen, da wir unser Rückflugticket nicht dabei hatten. Ja richtig, das Rückflugticket!!! Seit wann bitte braucht man für irgendetwas sein Rückflugticket (außer für den Rückflug)? Am Tag davor hat dem Schalterbeamten für die Tageskarte noch der Reisepass genügt. Aber gut, wir haben uns dann für 2000 円 ein 大阪-Ticket gekauft und sind Richtung Hafen gefahren.
Unser erster Stopp war das große Riesenrad im Hafen mit 122,5 m Höhe. Ronja hat freiwillig auf eine Fahrt verzichtet, aber Bento, Caro und ich wollten auf den einmaligen Blick auf den Osaka-Hafen nicht verzichten. Es war auch wirklich toll, obwohl Bento wegen seiner Höhenangst teilweise schon sehr mit sich kämpfen musste und auch “PANIK“ in seinen Augen stand, als Caro und ich ihm angeboten haben, die Gondel etwas zum Schaukeln zu bringen...
Um 12 Uhr legte die Santa Maria ab und wir haben eine tolle einstündige Hafenrundfahrt erlebt. Das Schiff fuhr in großen Schleifen und wir konnten sogar das USJ und das Hard Rock Cafe Osaka von dort aus sehen. Beeindruckend war aber auch die riesige Autobahn, die irgendwie auch Schleifen und Schlaufen hat.
Nach der Schifffahrt (ich weiß, dass einige unter euch mich wegen der drei f’s hassen werden) sind wir zum World Trade Center Osaka aufgebrochen. Von unten sah es ja schon hoch aus, als wir dann aber im gläsernen Außenfahrstuhl mit Turbogang in den 52. Stock in 250 m Höhe katapultiert wurden, war uns allen etwas mulmig.
Heil oben angekommen, war es auch wirklich fantastisch. Osaka ist so riesig, die Stadt scheint in alle Himmelsrichtungen kein Ende zu nehmen. Man kann dort oben sogar heiraten. Als wir wieder unten waren (1 Minute und 10 Sekunden), sind wir gleich noch einmal hoch (weil’s so schön war).
Unten im Gebäude haben wir noch einen 99円-Shop entdeckt, sonst gibt’s ja nur 100円-Läden.
Zum Maritimen Museum sind wir dann elend lang zu Fuß gelatscht, aber leider hatte es geschlossen. Auch geschlossen, und das sogar den gesamten September über hat der 天王寺動物園, der Tierpark. Da standen wir auch vor verschlossener Tür. Da der Tsutenkaku-Tower auch in der Nähe war, sind wir dann dahin gegangen. War nett, aber das war’s auch. Nach dem WTC konnte uns so ein kleines Türmchen nicht mehr beeindrucken.
Zwischendurch haben wir für Caro noch Kayumi gekauft, da sie innerhalb von drei Tagen schon knapp 30mal gestochen wurde. Ich glaube, sie will unseren Otterndorf-Rekord überbieten...

日曜日, 9月 24, 2006

Ich hab's getan!

Ich hab’s getan... Ich hab’s wirklich getan. Heute endlich ist das eingetreten, worauf ich schon die ganze Woche gewartet habe: Die Achterbahn ist gefahren!!! Und ich musste natürlich auch gleich hin. Bento und Ronja wollten mich aus einem mir unerklärlichen Grund (sieht doch harmlos aus) nicht begleiten, daher musste ich da allein durch, schließlich hat man nicht jeden Tag eine Achterbahn direkt vor der Nase. War `ne tolle Fahrt: Erst der steile Weg hinab und dann noch durchs Dunkle...
Eigentlich wollten wir heute zum Aquarium aufbrechen. Da Ronja jedoch Probleme mit ihrem Knie hatte, wollte sie hier bleiben. Ich hatte auch keinen Elan, da ich nur 5 Stunden geschlafen hatte, und auch Bento war damit einverstanden, da er gestern Abend nicht einschlafen konnte und die halbe Nacht wach gelegen hat.
Nach dem Frühstück haben wir Wäsche gewaschen, was für ein Abenteuer!!! Ronjas Wäschenetz ist auch gleich kaputt gegangen und wir mussten den Trockner dreimal anstellen, bis die Wäsche endlich trocken war. Auch war nirgendwo ersichtlich, wo das Waschmittel hineingehört, daher haben wir vorsichtig etwas davon direkt zur Wäsche gegeben. Vermutlich hätten wir uns auch das Trennen nach weiß und bunt sparen können, da bei Waschgängen mit kaltem Wasser wohl kaum Verfärbungen zu erwarten sind.
Heute hatte ich auch endlich mal Zeit, meinen Koffer komplett neu zu packen und alles umzustellen. Jetzt ist das Hotelzimmer schon viel erträglicher. Und das Tollste: Ich habe meinen Kodak-Adapater gefunden. Irgendwo zwischen Socken, Medikamenten und Gürteln hatte er sich ein gemütliches Versteck gesucht und dort die letzten Tage vor sich hingefaulenzt. Damit war dann aber Schluss. Er musste gleich seinen Dienst antreten und meinen Akku aufladen. Jetzt kann auch ich wieder knipsen.
Im 近鉄-Einkaufszentrum waren wir auch noch. Ich muss dringend Fotokleber und Klarsichthüllen finden!!! Jedenfalls habe ich dort in der Schreibwarenabteilung viel Bekanntes getroffen: Parker, Faber Castell, Waterman, Lamy, Pilot, Caran d’Ache, Mont Blanc und sogar Artoz. Das war auch gleich ein kleiner Denkanstoß, dass ich meinen lieben ehemaligen Kolleg/innen von S&W mal schreibe.
Morgen geht es auf nach 奈良 (Nara), aber erst einmal muss Caro den Weg von 神戸 (Kobe) hierher finden, aber sie hat japanische Begleitung an ihrer Seite.

土曜日, 9月 23, 2006

Japan ist doch schön!

Heute habe ich mal richtig schöne Seiten von Japan kennen gelernt. Wir sind gegen Mittag zum 大阪城 aufgebrochen. Das Schloss war von außen wirklich wunderschön, eben genau so, wie man sich das traditionelle Japan vorstellt. Der Weg von der Bahnhofsstation zum Schloss war auch herrlich, dort kann man richtig schön entspannen. Das Schloss selbst ist zwar mittlerweile zum Museum umgebaut worden, aber was soll man nach einer Zerstörung auch großartig daraus machen, Danny? Uns jedenfalls hat es gefallen!!! Auch das System des Museums ist faszinierend, da kann sich beispielsweise das Hamburg-Museum mal eine Scheibe von abschneiden, denn man irrt dort völlig planlos von A nach B. Im 大阪城 fährt man zunächst in den fünften Stock und steigt dann noch die Treppen bis ganz nach oben hinauf. Von dort hat man einen gigantischen Überblick über Osaka (naja, ob das, was man sieht, unbedingt schön ist, ist eine andere Sache). Anschließend steigt man eine Etage tiefer, geht einmal gegen den Uhrzeigersinn um das Treppenhaus herum und guckt sich alles an und steigt so weiter nach unten bis zum Ausgang. Kein Überblicksverlust, man sieht alles, und rempelt niemanden an. Ein Museumsbesuch mit System also!
Hab heute auch meinen ersten Japanslush probiert: LECKER!
Morgen früh werde ich mal das öffentliche Bad des Hotels ausprobieren, hoffentlich ist da nicht so viel los. Yukatas stellt das Hotel, damit renne ich auch immer fleißig morgens und abends zum Duschen. . Hat irgendwie Stil und sieht nicht so schlabberig aus wie ein Bademantel.
Ach ja, Ronja, Bento und ich mussten heute morgen auf ein Frühstück in der Lobby verzichten, die total überfüllt war. Ich hab die beiden daher zu mir eingeladen, weil mein Zimmer das aufgeräumteste ist und den meisten Platz zum Frühstücken spendet, sofern von Platz überhaupt die Rede sein kann. Ich mag gar nicht daran denken, dass wir noch 9 Nächte bleiben.
Bento hat abends am Flughafen noch seinen Rückflug umgebucht und da wir alle drei ein Tagesticket hatten, sind Ronja und ich mitgefahren und konnten gleich noch mal Geld abheben, denn direkt am Kansai-Airport ist ein Citibank-Automat.

金曜日, 9月 22, 2006

Brandaktuelle News!

Gestern war ein eher ruhiger Tag, wohl auch, weil wir alle irgendwie geschafft waren vom ganzen Herumlatschen die Tage zuvor.
Ich habe verzweifelt versucht, einen japantauglichen Adapter für meinen Kamera-Akku zu finden, aber selbst bei ビグカメラ(Big Kamera) gab es ihn nicht. Also muss ich mir mein Kabel aus Deutschland schicken lassen, obwohl ich nicht mal weiß, wo ich das hingetan hab. Klasse!
Während Danny und Tina gestern zum Osaka Schloss aufgebrochen sind, haben Ronja, Bento und ich die nähere Umgebung erkundet, hauptsächlich なんば(Namba). Wir haben tatsächlich moderne Gebäude entdeckt und wissen nun übrigens auch, dass das Viertel, in dem wir momentan leben, 新今宮(Shin Imamiya), ein, sagen wir, Viertel niedrigeren Niveaus ist.
Nach einem gemeinsamen Abendessen sind wir zu fünft dann zum Bowling aufgebrochen. Das war echt günstig im Vergleich zu Deutschland und wir haben wieder viel Neues entdeckt, z. B. eine Art Parkplatz für Regenschirme oder Bowlingkugeln für 5 Finger. Die Bowlingschuhe gab es übrigens aus dem Automaten. Automaten gibt es in Japan ohnehin recht viele, eigentlich an jeder Straßenecke mindestens zwei Getränkeautomaten. Das kommt uns eigentlich auch recht gelegen, da man bei den momentanen Temperaturen ständig Durst hat.
Bento hat beim Bowling übrigens gewonnen, ich landete auf dem zweiten Platz. Auf dem Weg zurück zum Hotel hat sich Bento dann noch eine Portion たこ焼き (Takoyaki) bestellt, also Tintenfischbällchen mit Ketchup und Majo und Fischflocken bestreut. Danny und ich haben gleich gesagt, dass das nicht gut aussieht, aber Bento und Ronja hat es geschmeckt. Tina hat auch probiert und musste anschließend zum nächsten Klo...
Heute dann war ein echt spannender Tag. Nach einem gemeinsamen Frühstück um 10 Uhr in der Hotellobby (die eigentlich viel mehr eine große Nische im Flur unserer Absteige ist), haben wir uns von Danny und Tina verabschiedet, die um 14 Uhr Richtung Nagoya zu Doro aufgebrochen sind.
Ronja, Bento und ich haben uns beim Bahnhof mit Noriyuki, Ronjas Brieffreund, getroffen, der uns zur Uni, 大阪市立大学 (Osaka Shiritsu Daigaku – Osaka City University, kurz OCU) gebracht hat und uns auch herumgeführt hat. Irgendwie haben wir dann auch unsere Zuständige, Frau 松村 (Matsumura) getroffen. Eigentlich wollten wir nur wissen, wann wir ins Studentenwohnheim können, aber sie hat gleich angefangen, uns alles Mögliche zu erzählen und wollte uns noch unseren Fachbereich zeigen, was dann doch jemand anderes getan hat und dann haben wir sogar unseren Japanisch-Professor getroffen (der war auch in Deutschland bei der Summer School). Der Campus ist riesig, aber recht schön, voller Nadelbäume und Palmen. Die Bibliothek hat 11 Stockwerke!!! Da können wir nicht mithalten. Aber irgendwie roch es in einigen Gebäuden ganz merkwürdig, irgendwie faulig?!
Auf jeden Fall können wir unsere Zimmer erst am 2. Oktober beziehen. Dann bekommen wir auch gleich das Sponsor-Geld von der Uni. Die Zimmer verfügen über Bett, Schreibtisch, Stuhl, Klimaanlage, Telefon, Kühlschrank, Balkon und Badezimmer mit Dusche und WC. Ob ein Internetzugang über WLAN möglich ist, wusste 松村さんnicht ganz genau, war aber zuversichtlich.
Ach ja, auf dem Rückweg von der Uni zur Bahnstation 杉本町 (Sugimotochou, Entfernung ungefähr wie von Dammtor zum AAI) mussten wir Bahngleise überqueren. Anders als bei uns schließen sich hier manchmal die Schranken aber bereits 10 Sekunden nachdem sie hochgegangen sind wieder, so dass man quasi um sein Leben laufen muss. Na ja, dass Japan merkwürdig ist, wissen wir ja schon seit einigen Tagen.

水曜日, 9月 20, 2006

Japanland

Hier nun der Bericht zu gestern und auch zu heute:
Gestern früh haben Tina, Ronja, Bento und ich Danny vom Flughafen abgeholt. Der war total gestresst und brauchte erst einmal einen Kaffee von StarBucks.

Nachdem Danny im Raizan einchecken und sich umziehen konnte, sind wir nach DenDenTown aufgebrochen. Wahnsinn, was man dort zu sehen bekommt. 90% aller Läden sind quietschebunt und so laut wie eine deutsche Disko zu ihren besten Zeiten. Man hält es da als Ausländer kaum eine Minute aus (geschweige denn, dass man sich mit dem Personal verständigen könnte). Acuh das nebenan liegende Namba war ähnlich und auch Shinsaibashi, unser drittes Ziel. Mitten in all dem Tumult entdeckten wir ein Riesenrad, welches wir auch gleich ausprobieren mussten. Oben hatten wir einen weiten Blick über Osaka: absolut grau und ungrün - das absolute Gegenteil von Hamburg also!!! *schluchz*
Zu Mittag gab es Ramen, war ganz lecker. Dannys oberstes Ziel, den Apple Store, haben wir auch noch gefunden und so kam Blecksan zu seinem sehnsüchtig erwarteten ipod nano.
Gestern Abend wollten wir dann noch zum 100Yen Shop aufbrechen. Ich hatte an der Rezeption nach dem Weg gefragt und nach vielem Hin und Her auch verstanden. Leider war der Laden mitten in einem Riesen-Center-Dschungel versteckt und so fanden wir ihn erst nach Ladenschluss...
Um halb 2 Uhr bin ich dann ins Bett gegangen und die wenigen Stunden Schlaf habe ich heute gespürt (komischerweise waren die anderen heute aber auch schlapp).
Heute auf dem Programm: Die Universal Studios Japan. War super toll. So hatten wir uns Japan vorgestellt. Eigentlich war es wie Disney Land, auf alle Fälle komplett anders, als Shinimamiya, wo wir derzeit leben. Wir haben ET getroffen, den Terminator, Snoopy & Friends, die komplette Sesamstraße und noch viele mehr.

Die Shows waren teilweise echt erste Sahne, am besten aber war Spider Man, eine Mischung aus 4D und Simulator - einfach riesig! Allerdings war es super heiß und die Sonne brannte erbarmungslos auf uns nieder (und ich hatte natürlich keine Sonnenbrille dabei, da waren Kompfschmerzen vorprogrammiert!).
Nach dem Besuch bei USJ haben wir es noch einmal gewagt und uns auf die Suche nach dem 100Yen Shop begeben. Gefunden haben wir einen, aber das war nicht der vom Vorabend ;-)
Auf jeden Fall bin ich fix und fertig und freue mich darauf, morgen mal ausschlafen zu können.
Ach ja, ein Erdbeben hat es auch gegeben, mit einer Toten, die beim Wäscheaufhängen vom Balkon gefallen ist. Wir haben nichts bemerkt, nur unsere Züge hatten Verspätung und waren anschließend gerammelt voll.

火曜日, 9月 19, 2006

Japan spricht!!!

Nun habe ich die erste Nacht in meinem Hotelzimmer (ganze 6 qm) verbracht. Ich glaube, insgesamt bin ich auf 2 Stunden Schlaf gekommen. Dieses Zimmer macht mir echt Angst, klein wie eine Gefängniszelle und mein gesamtes Gepäck liegt auch noch drin.
Was ihr da in der Nähe meines Kissens seht, ist übrigens ein Kamel, das ich mir in Dubai gekauft habe. Das gab es auch noch in riesengroß (siehe Foto) und ich habe es gekauft, weil es genauso wie Timo guckt. Ach ja, es macht auch noch Grunzgeräusche, wenn man auf die Nase drückt, total süß...
Japan entspricht irgendwie nicht so ganz meinen Vorstellungen. Irgendwie ist Osaka eine Mischung aus türkischem Basar und Las Vegas. Überall schäbige Häuser und dazwischen lauter Daddelläden. Alles ist kreischend bunt und blinkt und Vieles spricht mit einem: Fahrstühle, Ampeln, Rolltreppen, elektrische Türen...
Ach ja, das tollste ist, dass, wenn ich aus meinem Zimmerfenster gucke, ich zwischen Häusern auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine Achterbahn sehe. Ja, wiklich eine Achterbahn. Wir wollten heute sogar mitfahren, sie hatte aber gerade geschlossen. Das Ding heißt "Delphin The Coaster" und ist wirklich im und um Gebäude errichtet. Komisches Land!!!

月曜日, 9月 18, 2006

Ein grausamer Abschied und ein Lichtermeer in Dubai

Liebe Grüße an euch, die ihr das lest, aus Dubai!
Der Abschied in Hamburg war bestimmt eines der schrecklichsten Dinge meines bisherigen Lebens. Das will ich nie wieder mitmachen!!!
Der erste Flug war super. Ronja, Bento und ich haben es uns richtig gutgehen lassen, vor allem Bento hat das Flugpersonal so richtig beansprucht und immer wieder etwas zu trinken bestellt.
Ansonsten konnte ich an Bord Tetris spielen, das war super toll, vor allem, weil es sehr langsam schneller wurde!!! Das Essen war auch richtig klasse: Zwei Salate, Hühnchen mit Basmati Reis und Paprikaragout und ein leckeres Dessert. Ausserdem noch Snacks.
Alles verlief ohne besondere Vorkommnisse. Mit dem Druck in den Ohren hatte ich überhaupt keine Probleme, nur mein Magen hat bei der Landung etwas aufgemuckt (das bin ich überhaupt nicht gewohnt).
Meine Oma dachte wohl, dass man in Dubai nicht mit EURO bezahlen kann und hat mir deshalb noch US$ mitgegeben. Fand ich voll süß!
Das einzig Bescheuerte ist, dass ich kein Guthaben für mein Handy habe. Diese Aktivierung hat in Deutschland nicht geklappt und ob das jetzt noch was wird, ist fraglich. Ich muss wohl auf Danny, meinen Alles-was-Technik-anbelangt-Mentor, warten, aber der kommt ja morgen schon in Osaka an.
Schluss für's Erste!!!
Ach ja, der Blick auf Dubai vom Flugzeug aus, kurz vor der Landung, ist genial: Ein einziges Lichtermeer!!! Man denkt, da ist ein Rummelplatz.

@ Ole: Solltest du jemals auf dieser Seite landen: Ales alles Gute zum Geburtstag!!!

木曜日, 9月 14, 2006

Starbucks in HH und ich gehe nach Japan!

Na wunderbar! Da wartet man jahrelang darauf, dass in Hamburg endlich mal ein Starbucks eröffnet wird und ausgerechnet jetzt passierts. Und um das Fass zum Überlaufen zu bringen befindet sich das in Bälde öffnende Cafe auch noch direkt neben dem Japanischen Generalkonsulat. *schmoll*

水曜日, 9月 13, 2006

Bitte an den Tenno!

Sehr geehrter Tenno!

Ich habe heute mit Erstaunen festgestellt, dass zwischen Deutschland und Japan ein großer Zeitunterschied besteht. Ich wollte mal anfragen, ob es eventuell möglich wäre, diesen Zeitunterschied für den Zeiraum 18.09.06 bis ca. Anfang August 2007 aufzuheben und Japan der MEZ/CET anzupassen? Ich meine, wäre doch nicht so schlimm, nachts zu arbeiten bzw. zur Schule/Uni zu gehen und am Tage zu schlafen. Und ich könnte dann problemlos mit meinem Freund telefonieren, chatten oder skypen. Bitte, lieber Tenno, denk mal über diesen Vorschlag nach.

Liebe Grüße

das Tü

Timo und der Müll

Das war ja mal wieder 'ne Story: Sonntag morgen hole ich aus Timos Kammer eine Tüte mit Sachen für seine Eltern. Die stelle ich im Flur ab, wo sich übers Wochenende auch noch Mülltüten angesammelt haben. Wie verabredet holt uns Timos Vater um 13 Uhr ab (wir waren mit seinen Eltern essen). Den Müll (und alles, was da sonst noch so steht) nimmt Timo natürlich mit. Kaum 10 Minuten unterwegs frage ich Timo, ob er denn ALLE Tüten in den Müll geworfen hat, worauf er panisch anfängt zu stottern (ihr kennt das ja) und hysterisch fragt "Ja, wieso? Wieso? Wieso?" Nun ja, also drehen wir um und Timo muss die Nicht-Müll-Tüte wieder aus den Containern fischen (ich glaube, er hat sich leicht geekelt) ;-)
Ach ja, gestern ist das Visum endlich gekommen (in Japan beantragt am 4.9. - super, hätte das nicht eher geschehen können?) Die Sachen sind jetzt alle beim Konsulat und können Donnerstag abgeholt werden.

月曜日, 9月 11, 2006

Nur noch 7 Tage!

Es ist ja nun schon etwas her, seit ich das letzte Mal gepostet habe, deswegen habe ich jetzt eine Menge zu erzählen.
Zunächst einmal war da Doros Abschiedsparty am 20.08. Irgendwie stand die Party unter dem Motto „Esst das Haus leer“, aber niemand hatte wirklich Hunger. Ach ja, zeitgleich war auch noch der Welt-Doreen-Tag (an dieser Stelle noch mal herzlichen Dank für die tollen Geschenke). Vier Tage später flog Doro dann auch schon auf und davon. Der Abschied war sehr traurig, teils auch, weil ich an meinen eigenen Abschied denken musste (der mittlerweile nur noch 7 Tage entfernt liegt).
Am folgenden Sonntag waren Timo und ich auf dem Fischmarkt (wir sind allen Ernstes um 5 Uhr morgens aufgestanden). Es war super, aber auch sehr voll. Anschließend hatten wie keine Lust, nach Hause zu fahren, sind dann erst einmal zu MacBlöd auf einen wärmenden Kakao und dann sind wir über den noch nicht geöffneten Dom geschlendert. Dann sind wir ins Museum für Hamburgische Geschichte gegangen (Hamburg-Museum) und dann noch ins Erotic Art Museum (da müsst ihr unbedingt mal hin, die Ausstellung im Keller ist total genial gemacht). Nach unserer Museumstour waren wir noch einmal auf dem Dom, der mittlerweile geöffnet hatte und haben ein paar Runden im Riesenrad verbracht.
Am 29. hatten Anna und Danny dann Nusseckenhochzeitstag (Baumwollene Hochzeit). Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass die beiden sich nicht ganz so über ihre neuen Baumwollunterhosen gefreut haben... In Dannys Geburtstag haben wir dann hineingefeiert, sind aber bald darauf auch aufgebrochen. Uns Nachtschwärmern war dann noch eine aufregende Busfahrt vergönnt.
Am 31. hatte ich meinen letzten Tag bei S&W. War irgendwie schon komisch, die Arbeit dort hat mir schon viel Spaß gemacht. Leider werde ich es auch nicht mehr schaffen, noch mal dort vorbeizuschauen, die Zeit läuft mir einfach davon momentan.
Am 1. September war Ehemaligen-Treffen am GyFa. War toll diesmal, wohl aber vor allem deshalb, weil es sich um ein 50jähriges Jubiläum handelte.
Letzten Sonntag dann wollten Timo und ich in den Dungeon, aber selbst am frühen Morgen war da schon eine laaaange Schlange. Also sind wir ins Zollhafenmuseum und anschließend ins Speicherstadt-Museum gegangen.
Am Mittwoch war Pfannekuchenparty und es war echt toll (Doro, du bist ein Partypuper). Auch das Bohnenspiel von Flo war toll. Ich will jetzt Pfannkuchen!
Am Donnerstag war ich dann in Hagenow, um Abschied zu nehmen von meiner Oma und Hermi. War der bisher schwerste Abschied, aber noch will ich das ja alles nicht so sehr an mich heranlassen...
Freitag habe ich Timo von der Arbeit abgeholt und ich wäre beinahe nicht auf das Airbus-Gelände gelassen worden ;-)
Gestern dann musste ich meinem Opa und Christiane Adieu sagen und auch das war wieder so schwer...
So, das waren also meine letzten Tage. Werde mich bemühen, häufiger zu schreiben.